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Aufnahmen mit dem Galaxy S9 - was tun bei variabler Framerate?

Last post 03-07-2019, 7:03 by micha56. 3 replies.
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  •  03-06-2019, 8:50 781202

    Aufnahmen mit dem Galaxy S9 - was tun bei variabler Framerate?

    Obwohl ich es schon seit einer Weile besitze, habe ich mich erst jetzt mal näher mit der Videofunktion des Samsung Galaxy S9 beschäftigt. Von den Fotos her weiß ich, dass die Bildqualität überraschend gut ist, bei viel und auch bei wenig Licht sind die Bilder besser als bei meiner Sony HX60V - das große Manko ist natürlich die Abwesenheit eines optischen Zooms.

    Das S9 kann UHD in 60p filmen, wenn es da mal mehr richtige Kameras geben würde, die das könnten! Die UHD-Aufnahmen sehen sehr gut aus, wenn auch ziemlich intensiv in den Farben. Auflösung und Schärfe sind deutlich besser als Full HD bei meiner Panasonic SDT750. Wenn ich mit der S9 in Full HD filme, sieht das aber schon etwas schlechter aus als bei der "richtigen" Kamera.

    Ein Problem ist aber, dass das S9 wie viele andere Smartphones in variabler Framerate filmt, d.h. "60p" sind tatsächlich nur ungefähr 60 Bilder pro Sekunde. Diese Videos lassen sich zwar mit dem VLC Media Player am PC abspielen, machen aber in Studio Probleme. Für den Fall, dass ich mal das Handy zum Filmen verwenden möchte (als Ergänzung oder Ersatz zu einer "richtigen" Kamera) stellen sich mir 2 Fragen:

    1. Kann ich die variable Framerate in eine feste Umwandeln?

    2. Erreicht das S9 eine zufriedenstellende Videoqualität wenn ich UHD in Full HD umwandle?

    Hier hilft das Programm ReSpeedR von ProDad welches ich als Standalone besitze. Damit kann man die Geschwindigkeit von Videos verändern und bei Bedarf Zwischenbilder errechnen lassen. Es hat auch eine etwas versteckte Einstellmöglichkeit, nämlich die Framerate des auszugebenden Films nach Wunsch auszuwählen (bis max. 60p).

    Wenn man nun die Geschwindigkeit des Films um den Faktor 1 "verändert", Zwischenbildberechnung einschaltet und 60p als Ausgabeframerate einstellt, so erhält man tatsächlich ein UHD 60p Video in sehr guter Qualität. Ein Schwenk war ruckelfrei. Dieses Video kann nun in anderer Software weiterverarbeitet werden, ich habe es in Mercalli 4 stabilisiert und dort gleich die Auflösung 1920x1080 eingestellt (das geht in ReSpeedR leider nicht, der behält immer die ursprüngliche Auflösung bei). Das Ergebnis war ein sehr qualitätsvolles Full HD Video, das merklich besser, insbesondere detailreicher als eines meiner SDT750 ist.

    Somit habe ich die Frage 1. Kann ich die variable Framerate in eine feste Umwandeln mit: "Ja, mit ReSpeedR" beantworten und die Frage 2. mit "Ja".

     

    Eine ganz andere Frage hat sich ungeplant auch noch beantwortet. Viele aktuelle Kameras können UHD nur maximal in 30p aufnehmen (auch die Sony RX10 M4 oder RX100 M6 mit denen ich liebäugele). Ich habe mit dem Galaxy S9 jetzt Aufnahmen mit 60p und 30p verglichen und (wieder) festgestellt, dass Schwenks von letzterem für mich unakzeptabel sind, da hier bei meinem Equipment ein kontinuierliches Ruckeln auftritt.

    Nun habe ich ja festgestellt, das ReSpeedR Zwischenbilder berechnen und in verschiedenen Frameraten ausgeben kann. So habe ich auch einen UHD 30p-Film mit Zwischenbildberechnung als 60p ausgegeben und das Ergebnis hat wirklich überzeugt. Beim Schwenk trat kein Ruckeln mehr auf, tatsächlich waren die ursprünglichen 60p und 30p (variable Framerate) praktisch nicht mehr zu unterscheiden.

    Der Kauf einer RX von Sony rückt damit für mich näher. Natürlich wäre es schön, wenn diese UHD 50 oder 60p nativ beherrschen würden, deshalb warte ich auch noch mit der nicht geringen Investition. Die Verwendung von ReSpeedR ist immerhin ein zusätzlicher Arbeitsschritt, den man lieber vermeiden möchte. Wenn man allerdings bedenkt, dass man in ReSpeedR auch noch die einfache Stabilisierungsfunktion von Mercalli 4 zuschalten kann, so ist der Aufwand womöglich doch nicht wesentlich größer wenn man vielleicht ohnehin Mercalli verwenden möchte.

    Immerhin scheine ich für mich eine akzeptable Lösung gefunden zu haben in UHD 25 oder 30p zu filmen und trotzdem das lästige Ruckeln bei bewegten Bildern oder Schwenks zu vermeiden. Aufnahmen vom Galaxy S9 sind ergänzend möglich. Als Ausgabeformat möchte ich übrigens in jedem Fall bei Full HD 50 (oder 60) p bleiben.

  •  03-07-2019, 3:45 781257 in reply to 781202

    AW: Aufnahmen mit dem Galaxy S9 - was tun bei variabler Framerate?

    Peter,

    dein Bericht ist sehr interessant und aufschlussreich.

    Das Problem mit der varialblen Framrate bei Smatphone-Aufnahmen ist ja schon bekannt und immer wieder ein Punkt, weshalb solche Dateien von Pinnacle oftmals nicht dargestellt werden können.

    Für diese älle reicht aber auch ein Konverter, der die Problematik behebt.

    Natürlich ist ReSpeedR sicher komfortabler durch Möglichkeit, Zwischenbilder einzufügen.

  •  03-07-2019, 4:29 781269 in reply to 781257

    AW: Aufnahmen mit dem Galaxy S9 - was tun bei variabler Framerate?

    Es ist natürlich die Frage, was ein Konverter in so einem Fall tut. Vermutlich werden einfach Frames verdoppelt, gelöscht oder verschoben. Das dürfte zwangsläufig zu Rucklern oder anderen Bildstörungen führen. ReSpeedR hat eine hohe Qualität der Zwischenbildberechnung wie ich an Zeitlupen gut erkennen kann und macht hier in meinen ersten Test einen guten Job.
  •  03-07-2019, 7:03 781278 in reply to 781269

    AW: Aufnahmen mit dem Galaxy S9 - was tun bei variabler Framerate?

    Die Zwischenbildberechnung bei ReSpeedR klappt tatsächlich sehr gut. Die erstellten Zeitlupen laufen flüssig und ohne Ruckler ab. Das neue ReSpeedR kann ja nun auch in UHD bei gleichzeitiger zuschaltbarer Stabilisierung.
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