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Der Canon HG10-Blog

Last post 10-17-2008, 5:27 by Snofru1. 133 replies.
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  •  01-05-2008, 4:14 99275

    Der Canon HG10-Blog

    An dieser Stelle möchte ich, wie schon angekündigt, unregelmäßig über meine Erfahrungen mit der Canon HG10 berichten. Ich freue mich über jegliche Anregungen und Kommentare und werde auch versuchen alle Fragen zu beantworten.

    Anlass für diesen Blog ist für mich die schlechte Informationslage bezüglich AVCHD-Camcordern. Immer wieder hört man, AVCHD läßt sich nicht wirklich bearbeiten, hat schlechte Bildqualität, benötigt mindestens einen Quad-Core-Rechner, die Daten lassen sich nicht vernünftig sichern, allgemein es ist noch zu früh sich so etwas zu kaufen. Ich möchte dazu beitragen, dass der Informationsstand besser wird und werde einige der Gerüchte auf den Prüfstand stellen.

    Im Weiteren werde ich immer mal wieder Vergleiche mit meiner alten Panasonic NV-DS150 anstellen, eine 1 Chip-CCD MiniDV-Kamera aus dem Jahr 2000. Das ist zwar sicherlich ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich, aber oft der für mich relevante.

  •  01-05-2008, 4:14 99276 in reply to 99275

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Kurzbeschreibung:

    Die Canon HG10 ist ein kompakter HD-Festplattenkamcorder, der im AVCHD-Format mit maximal 15 MBit/s aufzeichnet. Diese Datenrate habe ich im weiteren auch immer gewählt, wenn nicht anders beschrieben. Die Festplatte hat 40GB Speicher, was immerhin für gut 5 1/2 Stunden Aufnahme reicht. Der Kaufpreis beträgt im Internet derzeit etwas unter 900 EUR.

    Ich benutze die Kamera im wesentlichen für Urlaubsfilme, gelegentlich für Familienfeiern o.ä., in diese Richtung gehen natürlich auch meine Untersuchungen.

  •  01-05-2008, 4:14 99277 in reply to 99276

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Erste Eindrücke:

     

    Nach dem Auspacken erste Freude: Ist richtig klein und sieht super aus. Liegt auch gut in der Hand, auch weil sie relativ schwer ist.

    Der Sucher ist winzig und lässt sich nicht nach oben klappen, aber wenigstens nach hinten ausziehen. Das ist immerhin schon mehr als viele andere Kameras können, trotzdem nicht sehr überzeugend.

     

    Insgesamt gibt es etwas weniger Knöpfe als an der alten Kamera, aber ungefähr gleich viel Funktionen. Der Zoom-Hebel ist feinfühlig und liegt hervorragend unter dem Finger, das habe ich so noch bei keiner kleinen Kamera gesehen. Das Einstellrad neben dem Bildschirm ist sehr klein und etwas gewöhnungsbedürftig – man klickt schnell mal in die falsche Richtung. Nach einer gewissen Zeit hat man sich aber daran gewöhnt. Das Menü ist übersichtlich gestaltet, man findet wirklich schnell was man sucht.

     

    Der LCD-Bildschirm ist wohl Stand der Technik – nicht überragend aber doch Welten besser als der von der alten Kamera. In direktem Sonnenlicht habe ich ihn noch nicht getestet. In der Wintersonne kann man auch bei voller Einstrahlung noch einigermaßen das Display erkennen. Dabei habe ich die Möglichkeit des weiteren Aufhellens noch nicht genutzt.

     

    Der Akku sitzt ein wenig wacklig, aber das geht schon in Ordnung.

     

    Bei schwachem Licht wirkt das Bild auf dem LCD etwas körnig. Ich muss mal überprüfen, ob ein fertiger Film das auch hat – ich muss mir dringend ein HDMI-Kabel besorgen, um das direkt am PC-Bildschirm ansehen zu können (PS: ist schon bestellt)!

    Insgesamt kann die Kamera (bei leichtem Rauschen) noch Details erkennen, die für das Auge schon knapp zu Dunkel sind, das sollte eigentlich voll ausreichen. Zudem ist eine LED-Videoleuchte eingebaut, die zwar winzig aber doch blendend hell ist. In dunklen Grabkammern sicherlich gut zu verwenden (so bis 3m Abstand), zur Not auch als Taschenlampe.

     

    Geräusche: Es ist toll, wie leise die Kamera ist. Beim Einschalten hört man kurz das Öffnen des Linsenschutzes, die Festplatte ist aber so gut wie geräuschlos – kein Vergleich mit dem alten miniDV, wo schon beim Einschalten ein lautes näääg – näääääg – nääg ertönt und mit der zeit den Mitreisenden auf den Wecker geht.

     

    Wirklich superschnell ist der „Instant Autofokus“. Zwar tut auch er sich bei schwierigen Motiven manchmal schwer, doch wenn er genug Kontrast gefunden hat, geht es richtig blitzartig.

     

    Wirklich beeindruckend ist der optische Verwacklungsschutz. Der leistet weit mehr als der elektronische der alten Panasonic. Das ist auch nötig, denn bei der konnte ich den Sucher noch gut ans Auge drücken und so die Kamera stabilisieren, das geht jetzt nicht mehr (wer will den winzigen Sucher schon im Auge haben).

     

    Der 10x-Zoom ist ja bei neuen Kameras üblich, die alte hatte noch einen 20x (ist aber auch wesentlich länger). Wirklich enttäuschend ist der Weitwinkel, der diesen Namen eigentlich nicht verdient, er ist offiziell mit 43,6 mm bei KB angegeben. Deshalb habe ich mir auch schon einen Weitwinkelvorsatz bestellt, dazu (wenn er da ist) an anderer Stelle mehr.
  •  01-05-2008, 7:43 99346 in reply to 99277

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Aus einem anderen Thread habe ich mal die Gründe kopiert, warum ich einen Festplattencamcorder gewählt habe:

    Ursprünglich war ich gar nicht nach einer Festplatte aus, habe mich dann aber davon überzeugen lassen. Wenn ich erst in 1-2 Jahren eine Kamera gebraucht hätte, hätte ich womöglich eine mit Speicherkarte genommen.

    Vorteile HDD allgemein (trifft überwiegend auch für Speicherkarten zu):

    • keine Medien nötig, kein Medienwechsel
    • Daten sind sehr schnell überspielt
    • alle aufgenommenen Szenen sind sofort ohne herumzuspulen anzusehen
    • Szenen können schon während der Reise einzeln wieder gelöscht werden
    • es gibt keine Bandfehler/-aussetzer; dies scheint bei HDV ein Problem zu sein, da dann gleich längere Teile des Filmes ausfallen (da ein ganzes GOP und nicht nur ein Frame ausfällt)
    • Kamera ist leise, keine Bandgeräusche
    • Kamera kann gut als mobiles Abspielgerät genutzt werden durch Verwendung von Playlisten (das geht zumindest bei der HG10); geht bei Band natürlich auch, aber eingeschränkter

    Nachteile HDD:

    • kann/soll über 3000m nicht eingesetzt werden
    • bei Beschädigung oder Verlust sind die kompletten Aufnahmen weg, nicht nur eine Kassette
    • man braucht eine extra Archivierungslösung (mache ich auf 2 Festplatten, evt. später auf Blue-Ray)
    • da AVCHD aufwändigere Bearbeitung am PC
    • oft teurer

    Spezielle Vorteile der HG10 gegenüber der Canon HV20 (HDV-Kamera mit Bandlaufwerk):

    • wesentlich praktischerer Zoom-Hebel
    • kompaktere Größe
    • bessere Verarbeitung (subjektiv)
    • ausziehbarer Sucher
    • praktisches Einstellrad

     

  •  01-06-2008, 2:21 99859 in reply to 99346

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Hallo Snofru1,

    wie willst Du das Lösen mit den Menüs? Surprise

    Wenn ich es recht in Erinnerung habe geht dies doch z.Z. nicht mit Pinnacle.

  •  01-06-2008, 2:28 99861 in reply to 99859

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Hallo Peter,

    meine Frage hat zwar nichts direkt mit der HG10 zu tun, aber trotzdem:

    Soweit ich weiß, kann man mit Studio (noch) keine AVCHD-Dateien erzeugen, sondern "nur" HD MPEGs.

    Welchen Weg planst du, wenn man an die Bausteinmethode denkt?

  •  01-06-2008, 7:09 99952 in reply to 99859

    AW: Der Canon HG10-Blog

    petz:

    Hallo Snofru1,

    wie willst Du das Lösen mit den Menüs? Surprise

    Wenn ich es recht in Erinnerung habe geht dies doch z.Z. nicht mit Pinnacle.

    Ich werde zunächst noch alles in SD-Qualität erstellen, denn ich habe weder einen HD-fähigen Fernseher (nicht mal HD ready) noch ein entsprechendes Abspielgerät. Bis ich da mal entsprechend ausgestattet bin, kann man sicher auch mit Studio AVCHD-DVDs oder -Blue Rays mit Menü erzeugen. Das werde ich dann nachholen, entsprechende Bausteine bzw. Rohdaten hebe ich mir bis dahin auf Festplatte auf.

    Aktuell werde ich alle Filme wie bisher auf Video-DVD rendern (in SD-Qualität also 720x576 Bildpunkte) und wie bisher mit Menü usw. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich dazu zuerst alles in MPEG2 umwandle oder erstmal alles hochauflösend bearbeite. Dazu muss ich erst noch ein paar Versuche machen, was den besseren Workflow hat bzw. die bessere Bildqualität ergibt.

  •  01-06-2008, 7:39 99965 in reply to 99861

    AW: Der Canon HG10-Blog

    IngolfZ:

    Hallo Peter,

    meine Frage hat zwar nichts direkt mit der HG10 zu tun, aber trotzdem:

    Soweit ich weiß, kann man mit Studio (noch) keine AVCHD-Dateien erzeugen, sondern "nur" HD MPEGs.

    Welchen Weg planst du, wenn man an die Bausteinmethode denkt?

    Studio kann zwar (warum auch immer) keine AVCHD-Dateien direkt erzeugen, wohl aber AVCHD-Disks auch als Image. Ich habe mir mal so ein Image erstellt. Es enthält neben vielen leeren Verzeichnissen und wenigen 1kB-Dateien nur eine m2ts-Datei. Diese kann ich in WinDVD anschauen und sie scheint (zumindest auf den ersten Blick) dieselbe Bildqualität wie das Original zu haben. Die Datei kann ich auch wieder in Studio laden, sie hat die Eigenschaften 1440x1080, H264, 25 Frames/Sekunde, was genau meinem Ausgangsmaterial entspricht. Die Datei kann ich also (scheinbar) problemlos als Baustein verwenden. Es könnte natürlich sein, dass bei längeren Filmen mehrere m2ts-Dateien angelegt werden, die sich evt. nicht ganz lückenlos zusammenfügen lassen, das müßte man aber erstmal ausprobieren. Außerdem sollen die Bausteine ja eh nicht so lang sein Wink ...
  •  01-06-2008, 9:54 99996 in reply to 99965

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Hier und hier wird über Tests in der c´t und Chip berichtet, in denen die Canon HG10 sehr gut abgeschnitten hat. Selbst habe ich die Hefte nicht gelesen.
  •  01-07-2008, 2:27 100251 in reply to 99996

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Mitgelieferte Software:

    Insgesamt sind 3 CDs dabei:

    Digital Video Solution Disk: Enthält trotz des irreführenden Namens (außer Quicktime) nur Software zum Bearbeiten der Standbilder; kann man für die Videobearbeitung auch weglassen

    Canon Backup Utility: Enthält lediglich ein winziges Programm, mit dem man den kompletten Inhalt der Festplatte der HG10 auf den Rechner und wieder zurückkopieren kann

    Corel Application Disc: Enthält eine Version von WinDVD, mit der man auch HD-Inhalte ansehen kann, sowie ein simples Programm zum Bearbeiten und Umwandeln der Videos (habe ich noch nicht ausprobiert)

     

    Abspielen der Videos am PC

     

    WinDVD und Studio (auch im Vollbild) können die Dateien der HG10 ruckelfrei abspielen, bei Nero7 Showtime ruckelt´s. Der WMP11 kann damit gar nichts anfangen. Allerdings ist das Vollbild in Studio deutlich schlechter als in WinDVD.

  •  01-07-2008, 2:28 100252 in reply to 100251

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Rendern mit Studio

     

    1. Versuch

     

    Ein 6minütiger Film soll auf Video-DVD, beste Qualität, mit simplen Menü, sonst nichts. Task-Manager auf ca. 92%, beide Kerne! Reines Rendern: 13 Minuten. Ein ebenso langer Film von DV-AVI nach Video-DVD braucht bei mir ca. 5 Minuten (beide Kerne ca. 65%). Also deutlich langsamer, aber durchaus noch erträglich.

    Da fällt mir durchaus ein Stein vom Herzen, die Unkenrufe bzgl. Der fast unmöglichen AVCHD-Bearbeitung waren vielleicht doch zu laut. Aber noch habe ich kein komplexes Projekt bearbeitet.

    Auf einem meiner DVD-Player zeigte der Film bei Bewegungen deutliche Artefakte, die weder im Original noch bei der DVD auf dem PC zu sehen sind. Seltsam, evt. mal sehen, ob ich am Player was einstellen kann.

    2. Versuch

    Zwei 5s-Szenen werden mit einem HFX-Übergang (STB-Flugzeug1, Länge: 2s) verbunden und als mpeg2, DVD-kompatibel gerendert, Hintergrund-Rendern ist aus

    DV-AVI: 11s AVCHD: 27s

    Somit scheint sich bei den Renderzeiten ein Faktor von 2,5 herauszukristallisieren

  •  01-07-2008, 5:51 100319 in reply to 100252

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Hallo Snofru1,

    ich danke Dir für Deine Berichte, sie sind wirklich interessant und vor allem < VERSTÄNDLICH>  geschrieben.

    Danke und weiter soWink

  •  01-07-2008, 6:38 100338 in reply to 100319

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Danke, Petz, werde mich weiterhin bemühen Smile !

    Heute ist endlich der Adapterring für meinen Weitwinkelvorsatz "Kenko Digital Wide 0.5x, SGW-05Hi" gekommen. Der hat nämlich ein 37mm Gewinde, die Canon 43mm (man braucht also einen "Step-Down"). Den Weitwinkel habe ich bei Foto-Koch gekauft für ca. 50 EUR. Die woanders empfohlenen Vorsätze von Canon und Raynox habe ich zum einen wegen dem wesentlich höheren Preis , aber auch wegen der gewaltigen Größe und dem damit verbundenen Gewicht nicht genommen. Der original Canon-Weitwinkel-Vorsatz wiegt fast so viel wie die ganze Kamera!

    Im ersten Versuch zeigt der Kenko trotzdem keine Abdunklung in den Ecken, das war meine größte Befürchtung. Allerdings soll vom eigentlichen Bild am Display des Camcorders einiges abgeschnitten sein, das muss ich bei Gelegenheit am Computer-Bildschirm noch überprüfen.

    Was jetzt schon auffällt, ist, dass das Bild an den Rändern etwas verzeichnet ist, gerade Linien also gekrümmt erscheinen, das ist aber einem 0,5x-Weitwinkel aber auch kaum anders zu erwarten, vor allem in dieser Preisklasse. Außerdem erscheinen schon bei indirektem Sonneneinfall Spiegelungen an der Linse. Leider hat der Vorsatz vorne kein Gewinde, man kann also nicht einfach eine Sonnenblende anschrauben. Es gibt aber wohl auch Sonnenblenden zum Festklemmen, da werde ich mich mal umschauen. Wenn jemand hier eine Idee hat, so wäre ich für jeden Tipp dankbar.

    Ob der Vorsatz voll Durchzoombar ist (also bis zu 10x Tele) gilt es noch zu überprüfen. Auf dem LCD-Schirm der Kamera sieht es zwar in Ordnung aus, aber der hat ja auch eine viel schlechtere Auflösung (ca. 210000 Pixel i.vgl. zu ca. 2 Mio. Pixel)! 

    Jetzt ist jedenfalls die Ausstattung vorläufig komplett und die geplanten Testaufnahmen können beginnen. Ich muss nur noch die Zeit dazu finden - und einen sonnigen Tag... 

  •  01-08-2008, 3:06 100769 in reply to 99952

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Snofru1:

    Ich werde zunächst noch alles in SD-Qualität erstellen, denn ich habe weder einen HD-fähigen Fernseher (nicht mal HD ready) noch ein entsprechendes Abspielgerät.

    Hallo Peter,

    ist das wirklich so sinnvoll?
    Ich würde bereits jetzt alle Projekte in HD-Qualität erstellen. Wenn dann der HD-Fernseher  irgendwann dazu kommt, hast Du gleich entsprechend hochauflösende Videos. Kleinere Projekte bis 20 Minuten passen ja meines Wissens noch bequem auf eine normale DVD.

    mv... Diskjockey 

  •  01-08-2008, 3:24 100774 in reply to 100769

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Voltz:
    Snofru1:

    Ich werde zunächst noch alles in SD-Qualität erstellen, denn ich habe weder einen HD-fähigen Fernseher (nicht mal HD ready) noch ein entsprechendes Abspielgerät.

    Hallo Peter,

    ist das wirklich so sinnvoll?
    Ich würde bereits jetzt alle Projekte in HD-Qualität erstellen. Wenn dann der HD-Fernseher  irgendwann dazu kommt, hast Du gleich entsprechend hochauflösende Videos. Kleinere Projekte bis 20 Minuten passen ja meines Wissens noch bequem auf eine normale DVD.

    mv... Diskjockey 

    Hallo Michael,

    so ähnlich, wie Du es vorschlägst habe ich es ja auch vor. Ich möchte AVCHD-Bausteine erstellen, die ich aber erstmal nur auf Festplatte speichere. Aus diesen Bausteinen erstelle ich dann die SD-Video-DVD. Ob das HD-Material später mal auf normale DVD oder Blue-Ray kommt, halte ich noch offen. Hier kommt übrigens ein Vorteil von AVCHD zu tragen, der relativ niedrige Speicherplatzbedarf:

    • SD: ca. 8 MBit/s, ca. 70 min pro DVD
    • HDV: 25 MBit/s, ca. 22 min pro DVD
    • AVCHD: 15 MBit/s, ca. 37 min pro DVD
    Damit kommt man mit einer DL-DVD auf etwa 65 Minuten AVCHD-Material, das sieht dann schon recht gut aus (bei einer 2lagigen Blue Ray mit 50GB müßten das dann schon 6 1/2 Stunden sein)!
  •  01-08-2008, 5:09 100807 in reply to 100774

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Nettes Zitat aus der Bedienungsanleitung: „Übermäßiges Bewegen des Camcorders während der Aufnahme und überhöhter Einsatz von schnellem Zoom und schnellen Kameraschwenks führen zu verwackelten Szenen. In extremen Szenen kann die Wiedergabe solcher Szenen Übelkeit verursachen. Wenn Sie eine solche Reaktion bemerken, halten Sie die Wiedergabe sofort an, und machen Sie eine Pause.“

    Ich stelle mir gerade ein Bild vor: Der letzte Urlaubsfilm wird im Familienkreis gezeigt. Langsam werden die Gesichter grüner, der erste übergibt sich. Ich halte den Film an, warte bis sich alle beruhigt haben und dann geht es weiter Big Smile ...

  •  01-08-2008, 5:54 100827 in reply to 100807

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Kein Science Fiction. Ich habe das fast mal selbst erlebt, als mein Schwiegervater sein einziges Video einer USA-Reise vorführte.
    Den interessanten Effekt hast Du eben selbst bereits bestätigt: Dem Vorführenden Filmer wird dabei selten selbst schlecht!

    mv... zoomzoom 

  •  01-08-2008, 9:27 100934 in reply to 100827

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Startzeiten:

    Um zu ermitteln, wie lange es dauert bis man aufnehmen kann, habe ich auf eine Uhr gehalten und zur vollen Minute eingeschaltet und so schnell wie möglich die Aufnahme gestartet. Anschließend sehe ich an der Aufnahme, ab wann sie aufgezeichnet wurde. Die Ergebnisse:

    HG10 normal: 9-10s

    HG10 „Quick Start“ 1-2s

    NV-DS150: 7-8s

    Hieran erkennt man, wieso es die QuickStart-Funktion überhaupt gibt, die HG10 startet sehr langsam. Bei QuickStart schaltet man mit einem speziellen Knopf die Kamera aus, sie braucht aber immer noch etwas Strom (angeblich ca. die Hälfte), man kann dann nach Drücken dieses Knopfes aber fast sofort wieder aufnehmen. Man kann Einstellen, dass sich die Kamera aus dem QuickStart nach einer bestimmten Minutenzahl (10-30 min) automatisch ausschaltet, um den Akku zu schonen.

  •  01-08-2008, 11:09 100994 in reply to 100934

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Hallo Peter, erst mal nachträglich Glückwunsch zu Deiner HG10! Movie  Du hast Dir ja das momentane Highlight in dem Bereich ausgewählt - außerdem auch das richtige, sich anscheinend jetzt durchsetzende Format AVCHD gewählt. Ich glaube dass es jetzt mit dem Bearbeiten und Erstellen (DVD Menüs) wirklich rasant vorwärts geht. Wenn die Cam dann noch mit Speicherkarten angeboten wird, gibts eigentlich kein Halten mehr.

    Ich finde Deine Berichterstattung sehr interessant und informativ - nachahmenswert für neue, herausragende Systeme, und eine gute Ergänzung aus der Praxis zu den Zeitschriftentests. Übrigens in "Videoaktiv Digital" und in "Videofilmen" belegt die HG 10 ebenfalls Platz 1+2 im Vergleich mit anderen AVCHD-Cams (Sony, JVC, Panasonic).

    Eine Frage noch zum "Hauptmanko" der HG 10 - die schwache Lowlight-Fähigkeit. Hast Du dazu schon Versuche gemacht?

  •  01-08-2008, 13:45 101066 in reply to 100994

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Vielen Dank für Deine freundlichen Worte, Jochen!

    Kowi:
    Eine Frage noch zum "Hauptmanko" der HG 10 - die schwache Lowlight-Fähigkeit. Hast Du dazu schon Versuche gemacht?
    Die ausführlichen Versuche, die ich machen möchte, stehen noch aus. Folgendes habe ich aber schon bemerkt: Im Nachmittagsdämmerlicht (draußen noch hell, aber durch Bewölkung düster) zeigen Aufnahmen im unbeleuchteten Raum zwar eine gute Helligkeit, sind aber schon recht "grieselig", also elektronisch verstärkt ("Gain"). Leider kann man den Gain bei der HG10 nicht verändern, höchstens indirekt etwas beeinflussen durch Festlegung der Blende oder Belichtungszeit. Ansonsten fehlt mir auch etwas der Vergleich: Die Lowlight-Eigenschaften sind sicherlich besser als bei meiner alten Panasonic, aber wie sieht es bei aktuellen Kameras aus? Jedenfalls "sieht" die Kamera bei schlechtem Licht besser als das menschliche Auge, das finde ich schon recht ordentlich. Die Kamera hat auch eine LED-Videoleuchte, die bei völliger Finsternis ganz brauchbares Licht macht, auch wenn das natürlich keine vernünftige Beleuchtung ersetzt. Zu Sylvester habe ich außerdem ein paar recht hübsche Aufnahmen vom Feuerwerk gemacht.

    Aber wie gesagt, die richtigen Tests stehen noch aus, jetzt werte ich erst noch die Aufnahmen von heute Nachmittag aus... 

  •  01-11-2008, 2:46 102495 in reply to 101066

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Testaufnahmen Tageslicht

    Ich habe eine Reihe Aufnahmen bei Tageslicht (überwiegend mit Stativ) gemacht und diese Daten dann auf den Rechner überspielt. Das Überspielen ist mit der mitgelieferten Software ein Kinderspiel (ginge auch über den Windows-Explorer, die Festplatte der HG10 wird als externes Laufwerk erkannt) und geht etwa 10mal so schnell wie die Filmlänge, also 60min Film sind in knapp 6 min überspielt – nicht schlecht, insbesondere wenn mann wie ich viele Versuchsaufnahmen macht und sich die immer wieder einzeln überspielen muss.

    Neben den Aufnahmen mit der HG10 habe ich auch noch ein paar mit der alten Panasonic NV-DS150 gemacht. Ein Schwachpunkt all dieser Aufnahmen ist allerdings, dass es keine bewegten Objekte darauf gibt, d.h. dass ich zu möglichen Komprimierungsfehlern von bewegten Objekten nichts sagen kann (geschwenkt und gezoomt habe ich allerdings).

    Nach dem Überspielen habe ich von diversen Szenen aus Studio heraus Standbilder erstellt und z.T. ins Netz gestellt. Leider wandelt Picasa die Bitmaps automatisch in jpgs um und reduziert bei HD-Bildern die Pixel von 1920x1080 auf 1152x648. SD-Bilder bleiben bei 768x576 Pixel. Deshalb habe ich z.T. Ausschnitte vergrößert und Bilder nebeneinandergestellt. Eine gewisse Qualitätsreduktion durch die jpg-Komprimierung bleibt aber.

    Später werde ich einige der Szenen von AVCHD in mpeg2-PAL-SD umwandeln und mir auch mal am DVD-Player ansehen.

    1.       Qualitätseinstellungen

    Die HG10 hat 4 Qualitätseinstellungen: 15, 9, 7 und 5 Mbit/s. Ich bin wirklich beeindruckt, wie gut selbst 5 Mbit/s noch aussieht, Größenordnungen besser als DV-AVI von der Panasonic. AVCHD überzeugt mich immer mehr als Format. Allerdings waren wie gesagt keine bewegten Objekte im Testbild, das bleibt noch offen. Aber auch bei Schwenks entstanden keine nennenswerten Artefakte.

     Überhaupt war der Unterschied zwischen 15 und 5 Mbit/s auf meinem Computermonitor (1680x1050 Pixel) nur gering. Hier ist ein Vergleich zwischen 15 und 5 MBit/s zu sehen, außerdem der gleiche Ausschnitt mit der Panasonic in DV-AVI aufgenommen. Ich finde es verblüffend, um wie viel das 5 MBit/s-Bild besser ist als DV-AVI, wobei letzteres ja mit 25 MBit/s aufnimmt – ein Wunder der Komprimierung...

     Hier ist noch in starker Vergrößerung ein direkter Vergleich von 15 und 5 MBit/s, der Unterschied ist erst hier richtig erkennbar. Hier nochmal derselbe Ausschnitt in DV-AVI von der NV-DS150. Ohne Kommentar...

  •  01-11-2008, 3:36 102517 in reply to 102495

    AW: Der Canon HG10-Blog

    Hallo Peter!

    Zunächst einmal vielen Dank für deine beindruckenden Tests.

    Bei mir steht in nächster Zeit auch ein neue Cam ins Haus, bis jetzt war ich mit der Sony TR900E  mit 3 Chip und 12fach Zoom weitgehend zufrieden, habe mir aber immer einen noch höheren optischen Zoom gewünscht.Hier habe ich immer mit externem Mikro gearbeitet und hatte daher auch keine Motor oder Zoomgräusche.Daher meine Frage, reicht Dir 10 Fach Zoom und und wie ist die interne Geräuschentwickling ?

     

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