|
|
Der Canon HG10-Blog
Last post 10-17-2008, 5:27 by Snofru1. 133 replies.
-
01-11-2008, 6:19 |
-
petz
-
-
-
Joined on 07-14-2007
-
Schloss Holte-Stukenbrock
-
Posts 6,410
-
-
|
Hallo Snofru1,
ich habe gerade mit großer Interesse Deinen Bericht über die Qualität gelesen.Die Qualität mit 5Mbit/s gegenüber von DV-AVI
ist ja wirklich unwahrscheinlich gut. Wie sind dann die anderen Qualitätseinstellungen, es muß enorm sein.
Das die Überspielung so schnell geht hätte ich nie gedacht. Wenn man das so sieht möchte man gleich mit hochauflösenden Material
arbeiten. Deine Vergleichsbilder sind Klasse und sehr aussagekräftig.
Den Bericht über die Windgeräusche sehe ich mit großer Interesse entgegen, denn das ist ja ein Thema was uns immer wieder
beschäftigt, man kann es eben nicht immer mit Musik überspielen.
In der Erwartung weiterer Berichte grüßt
|
|
-
01-11-2008, 7:08 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
petz:Hallo Snofru1,
ich habe gerade mit großer Interesse Deinen Bericht über die Qualität gelesen.Die Qualität mit 5Mbit/s gegenüber von DV-AVI
ist ja wirklich unwahrscheinlich gut. Wie sind dann die anderen Qualitätseinstellungen, es muß enorm sein.
Hallo Petz, Beispiele mit 15 MBit/s (der Maximaleinstellung) habe ich ja auch gezeigt (hier und hier). 7 und 9 liegen - dazwischen... Wenn man stark vergrößert kann man auch bei 9 MBit/s einen Qualitästverlust im Vergleich zu 15 sehen, aber eben weniger als bei 5. Die Schritte 15-9-7-5 scheinen recht kontinuierlich zu sein, sind aber über das jpg-Bild bei Picasa kaum mehr zu erkennen, deshalb habe ich sie auch herausgelassen..
|
|
-
01-11-2008, 10:57 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
2.
Zoom und Digital-Zoom
Die
HG10 hat nur einen optischen 10x Zoom, die Panasonic 20x. Die Idee ist, dass
man das über den Digitalzoom ausgleichen kann, da die Bildqualität im HD-Format doch
erheblich besser ist. Tatsächlich sieht eine Aufnahme bei 40x Zoom mit der HG10
noch ganz erträglich aus und zwar wesentlich besser als mit der alten Panasonic,
obwohl die hier wesentlich weniger digitale Hilfe benötigt. Bei 20x Zoom sehe
ich dem Bild der HG10 keinen Qualitätsverlust an, das kann man (wenn man die
Verwacklung in den Griff bekommt) durchaus verwenden. Bei 40x ist es auf dem
1680x1050-Monitor zwar schon deutlich unschärfer, aber noch erträglich – wenn
man mal den besonders hübsch postierten Leopard im fernen Baumwipfel sieht,
durchaus eine Alternative. Interessant wird auch sein, wie so was auf SD-Format
heruntergerechnet aussieht – das kommt aber erst später.
Rein
rechnerisch ist der Effekt auch nicht verwunderlich: Die HG10 hat 1,56 Mio.
Pixel (1440x1080), die NV-DS150 nur 415 tausend (720x576). Allerdings werden
möglicherweise bei beiden Kameras für Digital-Zoom noch weitere Pixel auf dem
Chip verwendet, die normalerweise außerhalb des Aufnahmebereichs liegen.
|
|
-
01-11-2008, 23:25 |
-
Kowi
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Erlangen
-
Posts 2,559
-
-
|
Hallo Peter, unermüdlich tätig in Sachen Test - mit sehr guten, eingängigen Darstellungen. Sehr lobenswert. 
Was das Zoomen angeht, ich bin kein Vertreter von Zoom > 10 - schon rein aus Bildstabilitätsgründen (ich hab auch keine Lust immer mein Stativ mitzuschleppen). Digitalzoom war für mich nie ein Thema bei SD - bei HD siehts etwas besser aus aufgrund der höheren Bildauflösung. Mir wäre eine "normale" Weitwinkelfunktionalität von 32-35 (KB) erheblich wichtiger.
Wie kommst Du eigentlich mit dem "kleinen" Sucher klar? Genügt er für eine Scharfstellung?
PS: Die Canon Nachfolgemodelle HF10/HF100 haben ja jetzt die erwartete Speicherkartenfunktionalität. Unerfindlich ist für mich jedoch, dass der Sucher gestrichen wurde. Unverzeihlich!!
|
|
-
01-12-2008, 0:33 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
Hallo Jochen! Kowi:Was das Zoomen angeht, ich bin kein Vertreter von Zoom > 10 - schon rein aus Bildstabilitätsgründen (ich hab auch keine Lust immer mein Stativ mitzuschleppen). Digitalzoom war für mich nie ein Thema bei SD - bei HD siehts etwas besser aus aufgrund der höheren Bildauflösung. Mir wäre eine "normale" Weitwinkelfunktionalität von 32-35 (KB) erheblich wichtiger.
Zoom über 10 habe ich eigentlich nur für Tieraufnahmen benutzt. Auf Safari ist eine gute Aufnahme leider anders oft nicht möglich. Wenn man dort durch das offene Jeep-Dach sieht und sich mit beiden Armen auf das Dach abstützen kann, so habe ich auch ohne Stativ schon fast verwacklungsfreie Aufnahmen hinbekommen. Das waren oft die schönsten überhaupt. Und die Aufnahmen von den Nilpferden, die außerhalb des Wassers (tagsüber sehr selten!) vor unserer Lodge am anderen Flussufer grasten wären ohne 20x Zoom (mit Stativ) nicht sinnvoll gewesen. Bezüglich des Weitwinkels bin ich aber absolut Deiner Meinung, das ist ein echter Schwachpunkt aller (meines Wissens) aktuellen Kompakt-HD-Kameras. Kowi:Wie kommst Du eigentlich mit dem "kleinen" Sucher klar? Genügt er für eine Scharfstellung?
Der Sucher ist leider sehr klein und hat keine Muschel, wenigstens läßt er sich ausziehen (aber nicht hochklappen). Solange man keine Brille trägt, läßt er sich trotzdem. ganz gut verwenden. Seine Auflösung hat nur die Hälfte des LCD-Schirms, man kann gerade noch erkennen, welche Bildregion scharf gestellt ist, allerdings manuell kann man nur am Schirm scharfstellen, denn die Ausschnittsvergrößerung als Fokussierhilfe funktioniert nur dort und man muss den LCD ausklappen um überhaupt an die entsprechenden Knöpfe zu kommen. lst alles etwas etwas traurig, aber immerhin ist der LCD wirklich gut. Ich konnte ihn jetzt direkt mit dem meiner fast 8 Jahre alten Panasonic vergleichen und da liegen wirklich Welten dazwischen. Schon bei diffusem Tageslicht ist auf dem alten Schirm nichts mehr zu erkennen, auf dem neuen noch jedes Detail. Ich werde sicher in Zukunft mehr mit dem LCD arbeiten, früher verwendete ich fast nur den Sucher. Kowi:PS: Die Canon Nachfolgemodelle HF10/HF100 haben ja jetzt die
erwartete Speicherkartenfunktionalität. Unerfindlich ist für mich
jedoch, dass der Sucher gestrichen wurde. Unverzeihlich!!
Das war für mich schon der Hauptgrund, nicht zu den Panasonic-Speicherchip-Camcordern zu greifen. Da scheinen sich die Hersteller aber einig zu sein, Sony, Panasonic, Canon, wenn Speicherkarte dann kein Sucher  ...
|
|
-
01-12-2008, 0:44 |
-
01-12-2008, 1:03 |
-
01-12-2008, 10:12 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
3.
Kenko SGW-05Hi-Weitwinkel-Vorsatz
Die
HG10 besitzt leider nur einen sehr schwachen Weitwinkel (43,6 mm bei KB), die
alte Panasonic ist da schon besser (ca. 38). Deshalb habe ich mir den Kenko
SGW-05Hi-Weitwinkel-Vorsatz gekauft (ca. 50 EUR). Es ist eines der kleinsten
und handlichsten auf dem Markt (61 x 40 mm, 90 g) und hat schon gute
Bewertungen bekommen. Es hat ein 37mm-Gewinde, also brauche ich einen
Zwischenring, der zu den 43mm der Canon überbrückt („step-down“). Ein Vorsatz
mit kleinerem Gewinde als das Objektiv wird selten empfohlen, da es oft in den
Ecken zu Abschattungen kommen kann.
Zunächst
habe ich mal den „vollen“ Weitwinkel der Panasonic und der HG10 verglichen.
Verblüffenderweise ist der Unterschied gar nicht so groß, zumindest in der
Breite. Sind da irgendwelche Angaben ungenau? Oder wurde mit der Diagonale
gerechnet, die beim 4:3-Bild der Panasonic naturgemäß größer ausfällt?
Mit
dem Kenko habe ich dieses Bild. Wesentlich breiter als das Originalbild, aber
nicht doppelt so breit, wie es eigentlich sein müsste. Durch Ausmessen mit dem
Lineal komme ich nur auf einen Weitwinkeleffekt von 0,62 und nicht von 0,5 wie
angegeben. Immerhin ist der Bildausschnitt deutlich größer als bei der
Panasonic (errechnete 28 mm bei KB, statt 22).
Nun
zum Bild: Entgegen der Befürchtung gibt es keine Abschattungen in den Ecken,
das ist gut. Nicht so gut ist die deutliche Unschärfe, die in den Ecken aber
auch schon an den Schmalseiten auftritt. Das Zentrum des Bildes ist scharf.
Wenn ich nun leicht einzoome (wie hier auf 1,4fach) so ist der unscharfe
Bereich stark verkleinert aber noch nicht verschwunden. Der Ausschnitt ist
immer noch größer als bei der Panasonic (errechnete 38 mm bei KB). Bei weiterem
Zoomen bis auf 5fach und etwas darüber hinaus ist das Bild noch brauchbar, aber deutlich unscharf in den Ecken. Wenn man bis auf 10fach
hineinzoomt wird das Bild wieder schlechter und ist fast unbrauchbar. Nur die
Mitte ist noch scharf, der gesamt Randbereich verschwommen, an geraden Linien
treten Farbveränderungen auf.
Gegenlichtblende:
Schon bei geringem seitlichen Lichteinfall zeigen sich Reflexionen am Kenko
(trotz der offensichtlich vergüteten Linsen). Leider hat das Kenko vorne kein
Gewinde für eine Blende, doch glücklicherweise habe ich in meinem Fundus eine
alte Sonnenblende für ein Sigma-Objektiv meiner Spiegelreflex gefunden, das man
zufälligerweise von der Rückseite gut festklemmen kann. Wenn man dieses
aufsteckt, so zeigen sich bei vollem Weitwinkel allerdings Abschattungen in den
Ecken des Bildes. Diese sind auf dem LCD-Schirm der Kamera fast nicht zu sehen,
ein Indikator dafür, wie viel des Bildes für die Anzeige abgeschnitten wird.
Wenn ich ganz leicht einzoome (1,15fach), so sind die schwarzen Ecken
verschwunden. Wegen der großen Unschärfe bei vollem Zoom ist das sowieso
empfehlenswert. Bei dieser Einstellung habe ich ein Bild das in der
Höhenausdehnung ungefähr dem der Panasonic entspricht und dabei deutlich
breiter ist.
Verzerrungen:
Dazu habe ich kein Bild, aber senkrechte Linien werden durch das Kenko merklich
gekrümmt.
Fazit
Kenko SGW-05Hi:
Alles
in allem bin ich einigermaßen enttäuscht. Der Weitwinkeleffekt ist deutlich
geringer als angegeben und der Vorsatz ist weder bei vollem Weitwinkel noch bei
vollem Tele gut zu verwenden. Empfehlen kann ich nur den Bereich von 1,15 – ca.
6fachem Zoom, das ist vor Ort aber schwer einzuschätzen, denn auf dem
LCD-Schirm der Kamera ist die Unschärfe kaum zu erkennen (und die HG10 gibt für
den Zoom auch keine absoluten Zahlen an). Außerdem ist selbst in diesem Bereich
noch eine Unschärfe in den Ecken zu sehen. Trotzdem werde ich das Kenko wohl an
der ein oder anderen Stelle verwenden, denn bei manchem Motiv ist ein
Weitwinkel unerlässlich. Bei einer Filmaufnahme sollte eine gewisse Unschärfe
in den Ecken auch nicht zu sehr auffallen (zumindest dem unvorbereiteten
Betrachter). Meine Sonnenblende kann ich immerhin unbedenklich verwenden,
solange ich auch wirklich leicht einzoome. Die an verschiedenen Stellen
empfohlenen Vorsätze von Canon (WD-H43) und Raynox (6600 pro) sind mir einfach
zu monströs. Eine handliche Kamera und dann Zubehör, das ein vielfaches an
Platz wegnimmt wollte ich mir eigentlich nicht anschaffen. Aber ich suche mal
weiter auf dem Weitwinkelvorsatzmarkt, ob sich nicht doch noch was findet...
|
|
-
01-12-2008, 10:58 |
-
petz
-
-
-
Joined on 07-14-2007
-
Schloss Holte-Stukenbrock
-
Posts 6,410
-
-
|
Hallo Snofru1,
ich komme aus dem Staunen nicht heraus, mit was für einer Genauigkeit Du Deine Untersuchungen machst, wirklich Toll!!!!!
Da muß ich ja noch soviel Lernen, ob ich das noch schaffe, <ZWEIFLE>!!
Ich habe ja noch nicht mit Weitwinkel gearbeitet, sondern bin eben Anfänger.
Es macht richtig Spaß Deine Beiträge zu lesen.
|
|
-
01-12-2008, 11:16 |
-
HarryPz
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Rheinhessen Studio12 Ultimate
-
Posts 4,687
-
-
|
Hallo Snofru1, die Bilder zeigen tatsächlich, dass nur ein kreisförmiger Bereich in der Mitte des Bildausschnitts wirklich scharf ist. Ich tippe da mal auf eine extreme Linsenkrümmung bei Deinem Weitwinkelvorsatz, was der handlichen Bauform geschuldet ist. Ich habe hier einen "monströsen" Raynox DCR 6600pro Vorsatz an meiner JVC im Einsatz gehabt (52mm Anschluss), der diesen Effekt nicht zeigt. Da heisst es wohl, den richtigen Kompromiss zu finden.
|
|
-
01-12-2008, 14:56 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
HarryPz:Hallo Snofru1, die Bilder zeigen tatsächlich, dass nur ein kreisförmiger Bereich in der Mitte des Bildausschnitts wirklich scharf ist. Ich tippe da mal auf eine extreme Linsenkrümmung bei Deinem Weitwinkelvorsatz, was der handlichen Bauform geschuldet ist. Ich habe hier einen "monströsen" Raynox DCR 6600pro Vorsatz an meiner JVC im Einsatz gehabt (52mm Anschluss), der diesen Effekt nicht zeigt. Da heisst es wohl, den richtigen Kompromiss zu finden.
Hallo Harry! Tja, sieht so aus, als hätte ich da Lehrgeld zahlen müssen. Die zugegeben wenigen Kommentare zu diesem Vorsatz klangen alle positiv. Zum Raynox DCR 6600pro Vorsatz sagt sogar der Hersteller, man könne nur bis 6fach zoomen, dann wird das Bild unscharf. Beim Kenko hieß es "voll durchzoombar"...
|
|
-
01-13-2008, 7:58 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
4. 50i – 25p – „Kino-Modus“
Unter
“Bildrate” gibt es 2 Einstellungen, 50i und 25p. Bei 50i (i wie interlaced)
werden pro Sekunde 50 Halbbilder aufgenommen (also jeweils nur jede 2. von den
1080 Zeilen), wie es für PAL-Fernsehen normal ist, bei 25p (p wie progressive) werden
25 Vollbilder aufgenommen, wie bei uns z.B. Kinofilme gezeigt werden (gedreht
werden die Filme in den USA übrigens mit 24 Vollbildern pro Sekunde und bei uns
etwas schneller abgespielt). 25p soll also einen gewissen „Kino-Look“ haben,
was auch immer man darunter versteht. Laut Bedienungsanleitung werden
allerdings die 25p-Aufnahmen (dort PF25 genannt) „konvertiert und auf der
Festplatte als 50i aufgezeichnet“. Vielleicht kann mich ja mal einer der
Experten erhellen, was damit gemeint ist und wie man das wieder in 25p
umwandeln kann. Laut einem Testbericht soll der 25p-Modus außerdem eine höhere
Lichtempfindlichkeit besitzen.
Zusätzlich
gibt es bei der HG10 auch noch einen „Kino-Modus“. Damit soll man seinen
Aufnahmen einen „attraktiven Kino-Look“ bzw. „typisches Kino-Flair“ verleihen
können. Es wird empfohlen, den „Kino-Modus“ mit 25p zu kombinieren.
Im
Standbild sieht man wie zu erwarten war keinen Unterschied zwischen 50i und 25p.
Wenn man schwenkt ruckelt es auf dem Display der Kamera hingegen deutlich
stärker bei 25p, da muss man schon seeehr langsam schwenken. Auf dem PC-Monitor
sieht man keinen Unterschied. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn
Computermonitore sind von Haus aus progressiv. Wenn man die Aufnahme am
Fernseher betrachtet (per Cinch-Kabel, direkt von der Kamera), so ruckelt das
Bild bei 25p sehr deutlich beim Schwenk.
25p
mit Kino-Modus sieht irgendwie „weichgewaschen“ aus und hat wirklich ein
anderes Erscheinungsbild. Ob ich das aber jemals brauche mal dahingestellt. Mir
war der „Video-Look“ bisher ganz recht, das sieht am realistischsten aus.
Fazit:
Für meine Ausstattung (Röhrenfernseher) macht es nur Sinn mit 50i aufzunehmen.
Wer einen HD-tauglichen Fernseher besitzt, der auch progressiv darstellen kann,
bzw. seine Aufnahmen nur am Monitor betrachtet kann auch 25p nehmen. Was dabei
die Vorteile sein sollen, hat sich mir in diesem kleinen Test noch nicht
erschlossen. Zudem ist es fraglich, wie Studio 11 mit so einem Material
zurechtkommt. Ob 25p bei Schwachlicht besser ist, werde ich später noch
überprüfen.
|
|
-
01-13-2008, 9:16 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
Hier kann man sich einen Festplatten-Camcorder-Test von Videoaktiv-Digital herunterladen, bei der die HG10 knapp Testsieger wurde. Der Download ist kostenlos, da Canon das sponsert! Auch die technischen Details der 3 Kameras sind ausführlich aufgelistet. Nachtrag: Die Angabe, der HG10 würde ein HDMI-Kabel beiliegen stimmt so nicht mehr, das wurde inzwischen eingespart. Gibt es aber auch einigermaßen günstig bei eBay.
|
|
-
01-13-2008, 10:26 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
5.
Der Bildstabilisator und Schwenks
Die
HG10 besitzt einen meiner Meinung nach sehr guten optischen Bildstabilisator.
Das ist bei HD-Aufnahmen auch sehr wichtig, denn hochauflösend betrachtet sieht
man den kleinsten Ruckler. Mit der alten Kamera habe ich üblicherweise das Bild
stabilisiert, indem ich per Sucher aufnahm, die Kamera in beide Hände nahm und
den Sucher ans Auge drückte. Das ist wegen dem sehr kleinen Sucher bei der
Canon nur begrenzt möglich.
Die
übliche Aussage ist, dass bei Schwenks der Bildstabilisator ein Ruckeln
verursacht und bei Stativaufnahmen möglichst ausgeschaltet sein sollte. Deshalb
habe ich bei 10x und 5x Zoom einige Schwenks per Hand und auf dem Stativ, mit
und ohne Bildstabilisator durchgeführt.
Folgendes
habe ich dabei herausgefunden:
·
Bei
Schwenks sieht man ein gewisses Ruckeln, abhängig von der
Schwenkgeschwindigkeit. Dies wird anscheinend nicht durch den Stabilisator
beeinflusst.
·
Das
Abschalten des Stabilisators bei Stativaufnahmen hat keinen sichtbaren Einfluss
auf die Bildqualität. Allerdings wackelt bei 10x Zoom das Bild schon beim
leisesten Windhauch (OK, es ist kein sehr stabiles Stativ, aber dafür klein,
handlich und absolut reisetauglich).
·
Per
Hand geschwenkt war das Bild nur geringfügig stabiler, wenn ich den Sucher
benutzte im Vergleich zur Benutzung mit LCD-Schirm und Unterstützung der Kamera
mit der linken Hand am Schirm.
·
Insgesamt
ist es mir möglich die Aufnahmen bei 10x Zoom aus der freien Hand (stehend!)
weitgehend stabil durchzuführen, Stabilisator sei dank. Hilfreich ist auch,
dass die Kamera gut in der Hand liegt und nicht zu leicht ist.
Fazit:
Ich sehe keinen Grund den Stabilisator auszuschalten, auch nicht bei
Stativschwenks. Tele-Aufnahmen sind gleichermaßen bei Benutzung des Suchers
oder des LCD-Schirms gut möglich, ich werde abhängig von der Situation
entscheiden, was sinnvoller ist.
P.S.:
Bei Zoom über 10x ist dann ein Stativ oder zumindest die Möglichkeit den
Ellbogen abzustützen ein Muss.
|
|
-
01-14-2008, 8:03 |
-
01-15-2008, 7:01 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
5a
Weißabgleich
Bei
den vorherigen Aufnahmen fiel mir auf, dass die Farben unrealistisch wirkten.
Deshalb probierte ich einige der vorgegebenen Einstellungen für den
Weißabgleich aus (einmal bei bewölktem, einmal bei sonnigem Wetter). Bilder
sind ab hier zu sehen (für weitere Bilder einfach den blauen Pfeil nach rechts klicken).
Fazit:
·
Unter
„Automatik“ waren die Aufnahmen bei bewölktem Wetter etwas zu flau, bei
Sonnenschein zu intensiv (zu viel rot). Das war ich von der Panasonic besser
gewöhnt, da stimmte die Automatik meistens, zumindest bei Außenaufnahmen.
·
Bei
bewölktem Wetter lieferte „wolkig“, bei Sonnenschein „Tageslicht“ die
realistischsten Farben, so wie es sein sollte. Immerhin gibt es bei der HG10
deutlich mehr Einstellmöglichkeiten als bei der alten Panasonic.
·
Sehr
positiv ist, dass das LCD-Display der Kamera die Farben offensichtlich recht
realistisch darstellt und somit sehr verlässlich für den Weißabgleich ist.
·
Die
Aufnahmen wurde am Computermonitor überprüft, am Fernseher sieht das evt.
wieder etwas anders aus.
|
|
-
01-16-2008, 4:18 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
6.
Die Fotofunktion
Die
HG10 kann während der Videoaufnahme Fotos erstellen (max. 1920x1080 Pixel) oder
auch im Fotomodus (max. 1920x1080 in 16:9, max. 2048x1536 in 4:3) und auf
SD-Karte speichern. Diese Aufnahmen wollte ich untereinander vergleichen bzgl.
Bildqualität und Bildausschnitt sowie mit einem Screenshot des Videos aus
Studio 11.
Das
Foto, das während der Videoaufzeichnung geschossen wurde zeigt einen sehr hohen
Kontrast verglichen mit dem aus dem Foto-Modus. Das könnte natürlich Zufall
sein, jedenfalls gefällt mir das Bild aus dem Foto-Modus besser. Insgesamt sind
die Aufnahmen ganz ordentlich, kommen aber natürlich nicht an die Qualität
einer echten Digitalkamera heran. Ganz links oben am Baum vor hellem
Hintergrund kann man leichte Farbverschiebungen (rötlicher Schatten erkennen).
Das
2048x1536-Bild zeigt in der Breite den gleichen Bildausschnitt wie das
1920x1080-Foto, in der Höhe entsprechend mehr. Die Pixelauflösung ist in der
Breite dabei 6,6% höher, was meine Augen aber nicht als größere Bildqualität
erkennen können.
Das
Bild, das als Screenshot aus Studio 11 gezogen wurde, hat die absolut gleiche
Qualität, wie das Bild aus dem Foto-Modus, es gefällt mir somit besser als das
während der Video-Aufnahme auf Speicherchip festgehaltene. Das macht Studio
also wirklich ordentlich, somit besteht kein Bedarf, nach (oder während) einer
Videoaufnahme noch mal ein Foto in 1920x1080 zu erstellen.
|
|
-
-
01-16-2008, 4:57 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
Uli22:in S11, Sreenshot ist eine Einstellung: Flackern vermeiden oder so ähnlich.
Ist das Häckchen gesetzt ? Bei SD wird mit Häckchen nur eine Halbbild genommen. Auf dem TV sah es dann nicht gut aus.
Hallo Uli! Nein, das Häkchen (Flimern reduzieren) hatte ich nicht gesetzt.
|
|
-
01-16-2008, 6:31 |
-
petz
-
-
-
Joined on 07-14-2007
-
Schloss Holte-Stukenbrock
-
Posts 6,410
-
-
|
Hallo Snofru1,
dass als Screeshot aus Studio11 erstellte Bild ist wirklich sehr gut. Da ist wohl die Technik wieder ganz schön weiter.
Solche Bilder habe ich bei der Sony DV natürlich nicht. Da würde ich auch keine extra Fotos mehr machen.
Wieder ein Grund für solch eine Kamera
Du hast wieder einen exellenten Bericht mit guten Fotos geliefert, Danke
|
|
-
01-16-2008, 6:50 |
-
Snofru1
-
-
-
Joined on 05-10-2007
-
Leipzig
-
Posts 7,452
-
-
|
Hallo Petz! Die neuen Sonys können angeblich bis zu 10 Megapixel Aufnahmen erstellen, allerdings wird da wohl einiges extrapoliert... Und problematisch für Fotos ist natürlich der extrem schwache Weitwinkel. Beim Filmen kann man noch schwenken, fürs Foto muss dann ein Wei | | |
|