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Tipps für das richtige Vorgehen

Last post 10-25-2009, 2:16 by Kowi. 6 replies.
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  •  10-18-2009, 5:45 347324

    Tipps für das richtige Vorgehen

    Hallo zusammen,

    ich bin recht neu mit dem Thema Videoschnitt und auch hier im Forum. Erst mal vielleicht kurz eine Vorstellung:

    Ich heisse Kai, bin 36 Jahre alt, Filme seit längerem mit einer Panasonic GS180.

    Bisher habe ich allerdings nur die Urlaubsfilme so wie gefilmt auf die DVD gebrannt und am TV angeschaut. Dies soll sich in Zukunft ändern. Ich habe mir
    das Studio14 zugelegt und seit ein paar Tagen installiert. Bis auf den Nebeneffekt, dass bei mir ebenfalls der Import die bekannte Meldung "Kein Videosignal" anzeigt - das ich aber über die Importfunktion von Windows soweit umgehen kann- komme ich mit der Grundbedienung schon recht gut zurecht.

    Was mir ein bischen fehlt ist der Masterplan: Also wie gehe ich denn bei einem neuen Projekt am besten vor. Ich habe schon eininges in Foren und im Netz gesucht, aber so richtig gute Infos leider nicht gefunden.

    Daher wollte ich hier nun mal fragen, wie Ihr denn bei einem neuen Projekt vorgeht? Erst mal alle Sequenzen auf die Timeline ziehen und dann  schneiden, Effekte, Vertonen?

    Oder wie gehe ich am besten vor?

     

    Vielen Dank schon mal für Tipps und Anregungen.

     

  •  10-18-2009, 6:17 347333 in reply to 347324

    AW: Tipps für das richtige Vorgehen

    Hallo Schnick,

    darüber kann man Bücher füllen !!!! Wink Ich versuch dir mal kurz mein Vorgehen zu erläutern:

    1. Alle Sequenzen zum Projekt auf de Platte holen

    2. Eine Bausteinstruktur des Projektes überlegen, z.B. Hotelumgebung - Spaziergang - Ausflug .....

    3. Die Sequenzen je Baustein auf die Timeline holen (ein Baustein sollte so zwischen 10-20 Minuten Länge aufweisen

    4. Jetzt den "Rohschnitt" ansetzten: Alle schlechten Szenen gnadenlos rauswerfen!

    5. Das Ergebnis als Projekt mit sinnvollem Namen abspeichern - z.B. 2009-10-18 Malediven 1 - Hotelumgebung Rohschnitt 01

    6. Jeden Baustein so bearbeiten und entsprechend abspeichern

    7. Jetzt beginnt die Bearbeitung der Bausteine: Schneiden, Effekte, Originalton ein/aus, Titel ...... immer zwischendurch das Projekt abspeichern 2009-10-18 Malediven 1 - Hotelumgebung 1.Fassung 01 / 02 / 03 ....

    8. Jetzt den Kommentar aufsetzten (wenn gewünscht) und z.B. per Voice Over in den Baustein einfügen (Projekt abspeichern nicht vergessen)

    9. Jetzt die Hintergrundmusik wählen und einbringen --> Abspeichern

    10. Video abspielen, alles prüfen

    11. DVD / BD - Image erstellen - prüfen

    12. Disk von Image brennen.

    So das wärs in kurzen Zügen. Smile

  •  10-18-2009, 6:37 347336 in reply to 347333

    AW: Tipps für das richtige Vorgehen

    Auch von mir ein freundliches Hallo.

    Das ist wirklich ein spannendes Thema das du hier angefangen hast.

    Wie Jochen schon geschrieben hat, sollte man das zukünftige Machwerk zuerst in Bausteinen anlegen. Du kannst ja hier mal die Suchfunktion nach "Bausteinmethode" anwenden. Bausteine können/sollten dann den Kapiteln einer DVD-Struktur entsprechen.
    Bausteine sind vorgefertigte Teile die thematisch zusammengehören. Was thematisch zusammen gehört kann je nach Video etwas anderes sein. Bei einer Urlaubsreise, d.h. die Reise steht im Vordegrund, kann der "Tag" zum thematischen Baustein werden. Handelt es sich z.B. um einen Urlaubsaufenthalt so kann eine andere Thematisierung und somit Bausteinbildung die richtige sein.
    Zwei Beispiele:
    1.) Wir haben eine Safari durch Tansania gemacht, da war die Chronologie die Thematik
    2.) Wir waren 2 Wochen in einem Urlaubs-Club, da habe ich die Thematik nach Anreise, Der Club, Aktivitäten, Umgebung,... gegliedert. Die Chronologie wurde dabei teilweise komplett auf den Kopf gestellt.
    Im Beispiel 1 war die Übernahme der Szenen aus den Roh-Videos in die Erstfassung der Bausteine relativ einfach: Von Anfang Tag x - Bis Ende Tagx auf die Timeline, das war's fürs erste.
    Im Beispiel 2 war es schon aufwändiger. Hier mussten aus Rohvideos die Szenen den Bausteinen zugeordnet werden. Nachträglich st mir aufgefallen, dass eine Szene in 2 Bausteinen vorkommt Embarrassed

    Im Prinzip beginnt der Masterplan schon vor den Aufnahmen. Man sollte sich schon vorher überlegen, was nachher rauskommen soll. Dann kann man seine Aufnahmen entsprechend vorbereiten.

    Zum Thema Effekte:
    Ich persönlich bin da sehr zurückhaltend. Effekte die der Verbesserung von Bild oder Ton dienen setze ich ein. Andere "funky" Effekte nutze ich so gut wie nie. Das Video soll beeindrucken, nicht die Effekte.
    Auch bei Übergängen bin ich relativ zurückhaltend. Harte Schnitte, ein paar weiche Überblendungen und selten ein paar besondere Effekte.

    Ja und wie man mit den Bausteinen umgeht hat Jochen schon geschrieben.

  •  10-18-2009, 8:00 347350 in reply to 347336

    AW: Tipps für das richtige Vorgehen

     Es ist tatsächlich eine Frage des Geschmacks, wie man sein Projekt aufbauen möchte. Natürlich ist es zunächst wichtig, sich einen groben Überblick über die gefilmten Szenen und/oder Fotos aus dem Urlaub zu verschaffen.

    Danach würde ich entscheiden, ob die Chronologie oder die Einzelthemen die Ordnung der Szenen bestimmen sollen.

    Die chronologische Ordnung ist ja eigentlich so gut wie immer möglich, wenn man allerdings z.B. nur Aufnahmen vom Hotel und/oder Strand hat, dann ist es wohl eher ratsam, auf die Ordnung nach Themen zu setzen, denn diese Drehorte ändern sich in der kurzen Zeit des Aufenthaltes ja so gut wie kaum...

    Wenn man allerdings z.B. annähernd jeden Tag durchs Land gereist ist und z.B. bei diversen Sehenswürdigkeiten Halt gemacht hat, ist evtl. auch eine chronologische Reihung sinnvoll.

    Zum Thema Effekte: auch das ist eigentlich Geschmacksfrage. Ich habe einige Filme erstellt, bei denen die Intros besonders effektreich waren. Sie bieten sich auch an, wenn man dem Zuschauer schonmal einen kurzen Überblick verschaffen will, was ihn da bald so erwartet. Hier nutze ich schonmal die Montagethemen.. Alternativ oder kommulativ kann man die eine oder andere Szene wenigstens im Intro schonmal ein wenig mit Effektfiltern bearbeiten - im Film selber bin ich da aber auch eher zurückhaltend.

    Allerdings juckt es mich dann und wann immer mal wieder, auch mal ein wenig mit dem Motiontitler herumzuspielen... Mittlerweile ist man ja auch von Dokumentationen wie Terra X oder Sphinx schon etwas mehr an Effekten gewohnt, als man dies von älteren Werken dieser Art früher mal gewohnt war. Hier kann man m.E. auch schonmal ein wenig mit der Zeit gehen...

  •  10-21-2009, 1:31 348073 in reply to 347350

    Re: AW: Tipps für das richtige Vorgehen

    Wenn's ein längerer Film wird, macht es auch Sinn die einzelnen Bausteine oder Kapitel vorerst in eigenen Projekten abzuspeichern und zu bearbeiten.

    Das schont beim Bearbeiten den Arbeitsspeicher und alles wird übersichtlicher.

    Erst wenn alles fertig ist, alles per copy/paste alles in ein Projekt kopieren.

    Mann kann sich auch eine Art "Vorlageprojekt" erstellen (Vorspann, Menu, Abspann bereits vorbereitet) und dieses immer wieder verwenden und dort die vorbereiteten Projektteile hineinkopieren.

  •  10-25-2009, 1:45 349064 in reply to 348073

    AW: Re: AW: Tipps für das richtige Vorgehen

    Danke für die zahlreichen Tipps. Ich habe nun mit meinem Projekt begonnen und werde die Bausteinmethode mal anwenden.

    Hört sich auf jeden Fall sehr logisch für mich an, wenn man die Teile in einzelne Schritte macht.

     

    Danke (werde dann vom Erfolg berichten)

     

  •  10-25-2009, 2:16 349077 in reply to 349064

    AW: Re: AW: Tipps für das richtige Vorgehen

    Prima! Danke für die Rückmeldung.
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